12.08.2021

Research

Megatrends in der Immobilienbranche: Belastungsprobe bestanden

 

 

Investoren in der Immobilienbranche verfolgen in aller Regel einen langfristigen Anlagehorizont. Für sie ist es daher besonders wichtig, zu verstehen, welche Entwicklungen über die nächsten Jahre und Jahrzehnte hinweg die Nutzer von Immobilien prägen werden. Sie beeinflussen unmittelbar, welche Anforderungen Immobilien in Zukunft erfüllen müssen, um attraktiv und wertbeständig zu sein.

Entwicklungen dieser Art, die also kurzfristige Phänomene überdauern und sich global auf verschiedene Gesellschaftsbereiche auswirken, werden als Megatrends bezeichnet. Ob ein Trend dieser Definition entspricht, bedarf allerdings genauer Analyse. Die Pandemie wirkt für diese Untersuchung zurzeit als Testumgebung.

Drei Megatrends im Stresstest  

Die drei Megatrends Digitalisierung, demografischer Wandel und Wandel der Lebensstile haben besonders großen Einfluss auf die Immobilienbranche. Sie prägen, wie Menschen wohnen, arbeiten, Handel treiben und ihre Freizeit gestalten. Diese Oberbegriffe beschreiben – kurz gesagt – den zunehmenden Einsatz digitaler Lösungen in allen Lebensbereichen, eine aktivere und stark wachsende Bevölkerungsgruppe der über 65-jährigen sowie eine steigende Bedeutung von Individualität und Selbstverwirklichung in der Gesellschaft.

Die drei Megatrends zeichnen sich bereits seit einigen Jahren ab. Für sie können die einschneidenden Ereignisse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie als Belastungsprobe gesehen werden: Haben die Entwicklungen, die vor 2020 beobachtet wurden, auch nach der Corona-Krise Bestand?

Die Effekte der Wandelnden Lebensstile wurden zwar künstlich durch die Lockdown-Maßnahmen eingeschränkt, die wesentlichen Auswirkungen des Megatrends dürften damit aber lediglich aufgeschoben werden. Die Pandemie hat einer Gesellschaft, die bereits vor Covid-19 im Begriff war, ihre Prioritäten neu zu ordnen, verdeutlicht, was ihr wirklich wichtig ist. Die Lebensstile werden sich damit einhergehend nach der Pandemie weiter so wandeln, wie es bisher zu beobachten war: So wird zum Beispiel die Freiheit, zu reisen wann und wohin man möchte, mehr denn je wertgeschätzt und ausgenutzt werden. Auch soziale Kontakte und persönliche Begegnungen werden eine noch bedeutendere Rolle spielen.

Weitgehend unberührt bleibt der Megatrend des Demographischen Wandels. Die erhöhte Sterblichkeit hat zwar auf die absoluten Zahlen einen Einfluss, die eigentliche Entwicklung hält aber weiterhin an. Sowohl die sich wandelnde statistische Verteilung als auch eine neue Mentalität und Aktivität im Alter ist ein Trend, der sich losgelöst von den Auswirkungen der Pandemie entwickelt.

Für die Digitalisierung hat die Pandemie sogar eine verstärkende Wirkung. Dadurch, dass sie in vielen Lebensbereichen kontaktlose Lösungen bietet, hilft sie in der Krise den Betrieb aufrechtzuerhalten – sei es im Handel mit E-Commerce, im Bildungswesen mit E-Learning oder mit Tele-Medizin im Gesundheitswesen. So wird die Akzeptanz für digitale Möglichkeiten nachhaltig gestärkt und viele Systeme dahingehend modernisiert, dass sie neueste digitale Möglichkeiten abbilden können. Es ist damit zu rechnen, dass der bereits bestehende Megatrend durch die Krise deutlich an Bedeutung und Entwicklungsgeschwindigkeit gewonnen hat.

Für Immobilien bleibt vor diesem Hintergrund die Zuversicht, dass sie ihre Relevanz auch in veränderten Strukturen nicht verlieren werden – selbst wenn sich einzelne Nutzungsbereiche nach der Krise anders präsentieren werden. Ein Beispiel: Trotz Home-Office-Trend ist davon auszugehen, dass das Büro die Pandemie überdauert. Ein gestiegener Anteil der Home-Office-Nutzung heißt im Umkehrschluss nicht automatisch eine sinkende Flächennachfrage für Büroimmobilien. Das Flächengesuch-Profil dürfte sich allerdings ändern. So werden zwar nicht unbedingt kleinere Objekte angefordert, dafür müssen sie aber Bedingungen wie eine flexiblere Raumgestaltung oder die Möglichkeit für Hochgeschwindigkeits-Netzanbindung in jedem Winkel erfüllen.

Ein Kompass für Investoren

So erprobt, stellen diese Megatrends für Immobilieninvestoren geeignete Leitlinien dar, um bei der Entscheidungsfindung für Immobilieninvestments zu unterstützen. Sie beeinflussen überall auf der Welt Immobilien aller Nutzungsarten – vom äußeren Erscheinungsbild bis hin zum inneren Aufbau. Eine Möglichkeit, um einfach und diversifiziert in Megatrends zu investieren, ist der offene Immobilienfonds BNP Paribas MacStone der BNP Paribas Real Estate Investment Management. Der Fonds investiert gezielt in Immobilien, die einem der drei Megatrends Digitalisierung, demografischer Wandel oder Wandel der Lebensstile zuzuordnen sind. Dabei beschränkt er sich nicht auf eine Nutzungsart, sondern ermöglicht über unterschiedliche Länder hinweg Investitionen in den Sektoren Logistik, Handel, Gesundheit, Hotel, Wohnen und Büro. Die Objekte des Fonds werden mit dem Ziel nachhaltiger Wertentwicklung ausgewählt. So gelingt dem Team ein Fondskonzept, dass für die Gesellschaft der Zukunft vorbereitet ist.

Der BNP Paribas MacStone feierte im Juni 2021 seinen ersten Geburtstag: Nach über einem Jahr am Markt umfasst er ein Netto-Fondsvermögen von mehr als 23 Millionen Euro (Stand: 30.07.2021) und meldete einen Anlageerfolg von plus 3,12 Prozent[1].

Auf der Suche nach zukunftsfähigen Immobilien

Selbst die Belastungsprobe der Pandemie konnte die schon lange zu beobachtenden Megatrends nicht aufhalten. Im Gegenteil: In mancher Hinsicht hat sie die Entwicklungen sogar beschleunigt. Für Immobilien-Investoren ist das eine wertvolle Erkenntnis. Wer bereits heute erfasst, welche Gebäude in besonderem Maße zukunftsfähig sind, hat die Chance, frühzeitig in wertbeständige und nachhaltige Gebäude zu investieren – und darf so auf beständige Renditen und eine stabile Wertentwicklung seiner Immobilien hoffen.

[1] 08.06.2020 bis 30.07.2021. Berechnung mit BVI-Methode.

Weitere Informationen über Megatrends finden Sie in unserer Megatrends Broschüre, hier>